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Mit Bus und Bahn zur Landesgartenschau

Besucher, die mit Bus und / oder Bahn anreisen, erhalten auf ihren Eintrittspreis einen Nachlass!

Reichenbachrunde

Gänse schnattern am Dorfteich, Pferde galoppieren über weite Koppeln. Später radeln Sie durch schöne Alleen, genießen herrliche Ausblicke und spazieren durch ein weißes Schloss. Entdecken Sie eine verträumte Landschaft abseits der touristischen Wege!
Vom Bahnhof kommend, wenden Sie sich nach links und fahren die Bahnhofsstraße, die später zur Von-Seydewitzstraße wird, bis zum Alten Ring. Diesen biegen Sie links ein und stoßen geradeaus auf den Markt: Bis Mitte des 14. Jahrhunderts entwickelte sich Reichenbach zu einer bedeutenden Tuchmacherstadt. Doch dann bremsten Pest und Brände die aufstrebende Stadt. Zudem lag Reichenbach an der Via Regia. Diese brachte nicht nur Handel treibende Kaufleute aus aller Welt, sondern auch kriegerische Truppen, die sich hier mehrmals heftige Gefechte lieferten. Auch Napoleon kam auf seinen Russlandfeldzügen durch den Ort. Er übernachtete beim Apotheker, woran noch heute eine Gedenktafel an der Außenwand der Alten Apotheke erinnert. 1813 kämpften und siegten bei Reichenbach die Alliierten gegen die Franzosen. Nach dem Wiener Kongress wurde es der preußischen Provinz Schlesien zugeschlagen.

Vom Markt gelangen Sie nach rechts auf die Görlitzer Straße. Hier erwartet Sie in der Nummer 25 das Ackerbürgermuseum: Um 1900 verdienten sich die meisten Einwohner Reichenbachs ihren kargen Lohn in Handel und Gewerbe oder schufteten in einer der nahe gelegenen Fabriken. Schmalhans war bei den meisten Küchenmeister. Wer konnte, bewirtschaftete deshalb ein kleines Stück Land im Nebenerwerb. Im originalgetreu eingerichteten Museum erfährt der Besucher heute viele interessante Details aus dem Leben der Ackerbürger.

Sie folgen der Görlitzer Straße bis diese einen Bogen nach rechts macht. Sie fahren nach links und nachdem Sie die B6 gekreuzt haben, erreichen Sie Mengelsdorf, dessen Hauptstraße Sie bis zum Ortsende folgen, um dann über Feld und Flur circa einen Kilometer bis Lobensmüh dem Radweg 14 zu folgen. Dieser Radweg gibt nun die Route vor und führt über einen etwas unebenen Waldweg mit
wunderschönen Aussichten an der sagenumwobenen Wotanseiche vorbei.
Der Hauptstraße nach der Obstbaumallee folgen Sie nach rechts bis Biesig, wo wir den romantischen Dorfweg parallel zur Hauptstraße empfehlen. Über die Nieskyer Straße, in die Sie rechts einbiegen, erreichen Sie Dittmannsdorf, wo der an Pferdekoppeln und saftigen Weiden vorbei führende Feldweg zum Schloss Krobnitz bereits ausgeschildert ist. Nach circa einem Kilometer erscheint das weiße Schloss mit seiner gepflegten Parkanlage: Von der Familie von Üchtritz Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut, kaufte Emil Graf von Roon das barocke Herrenhaus im Jahre 1873. Der preußische riegsminister und Feldmarschall ließ sich seinen Alterssitz modernisieren und in eine klassizistische Anlage umwandeln.
 
Als Vorbild diente das Kriegsministerium in Berlin. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Roons enteignet, Flüchtlinge und Vertriebene fanden im Schloss Unterschlupf. In den folgenden Jahren wechselte mit den Bewohnern auch die Nutzung des ehemaligen Prachtbaus, dessen Verfall immer weiter fortschritt. 2002 ließ die Stadt Reichenbach das Schloss sanieren und eröffnete ein Museum über Graf von Roon.
An der Kreuzung vor dem Schloss Krobnitz nehmen Sie den kleinen Weg nach links. Durch den Wald, später über das freie Feld, radeln Sie vorbei an Meuselwitz und den Berghäusern. Am Ortsrand von Meuselwitz wenden Sie sich an der Hauptstraße nach links. Am nächsten Gehöft biegen Sie wieder rechts ab und fahren auf dem idyllischen Feldweg (am Feld links) bis Schöps. An der S 111 geht es nach rechts und eine Kreuzung später führt die Ringstraße bis Gosswitz. Die schwarze Schöps begleitet, mal mehr mal weniger nah, Ihren Weg. In Gosswitz folgen Sie dem Weg nach links und radeln an der Steinmühle vorbei über Niederreichenbach zurück nach Reichenbach.

Alle Fakten im Überblick

Anreiseempfehlung
Start- und Endpunkt der Tour: Bahnhof Reichenbach
Haltestelle: Reichenbach Markt

Route
Dauer: ca. 2 h (mit Fahrrad), Länge: ca. 20 km, Profil: leichte Steigungen, meist wenig befahrene Straßen und asphaltierte Wege, nur selten unebene Wald- und Feldwege
Wir empfehlen ausreichend Proviant einzupacken, es gibt nur wenig Einkehrmöglichkeiten am Weg.

Stadtinformation Reichenbach
Nieskyer Straße 4, 02894 Reichenbach, Tel. 035828 88790,
»www.reichenbach-ol.de

Nollau-Haus
Kleine Kirchgasse 6, 02894 Reichenbach, Tel. 035828 889655
www.ev-kirche-reichenbach-meuselwitz.de,
Öffnungszeiten: Di – So 14 – 17 Uhr

Zentrale Heimatstube des Freistaates Sachsen
Informationen zu Öffnungszeiten über die Stadtinformation
Görlitzer Straße 4, 02894 Reichenbach, Tel. 035828 88790

Ackerbürgermuseum
Görlitzer Straße 25, 02894 Reichenbach, Tel. 035828 72093
»www.oberlausitz-museum.de , Öffnungszeiten: Di – So 13 – 17 Uhr, Eintritt: 1,50 €, ermäßigt: 1 €

Schloss Krobnitz
Am Friedenstal 5, 02894 Reichenbach, OT Krobnitz
Tel. 035828 88700, »www.oberlausitz-museum.de ,
Öffnungszeiten: Di – So 10–17 Uhr, Eintritt: 2 €, ermäßigt: 1,50 €

Marktstübl Reichenbach
Preiswerte und einfache Hausmannskost.
Markt 3, 02894 Reichenbach, Tel. 035828 72351